Santini – Montepergoli 2011 – 3stars Veronelli

montepergoli

Bolgheri Rosso Superiore Montepergoli 2011
super3stars

awarded with Le Super Tre Stelle 2017 in the guidebook Guida Oro I Vini di Veronelli 2017

 
This recognition have been assigned to the wines that received 94 or more points during the tastings by Gigi Brozzoni and Daniel Thomases.

Montepergoli 2008 – Score: 90
Wine Specttor – Issue: Web Only – 2013

Ripe and generous, exhibiting black cherry, plum, spice and underbrush flavors. Balanced toward the dense tannins, which lend decisive grip to the finish. Needs time. Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah and Sangiovese. Best from 2015 through 2024. 20 cases imported. –BS

from Wine Advocate #208, August 2013
Monica Larner

2010 Enrico Santini Bolgheri Rosso Poggio Al Moro – 90 pts

A Proprietary Blend Dry Red Table wine from
Bolgheri, Tuscany, Italy

A blend of Cabernet Sauvignon, Merlot, Sangiovese and Syrah, the 2010 Bolgheri Rosso Poggio al Moro sports dark concentration and almost Oriental aromas of dark spice and cured meat.
The fruit is on the dry side with black currant and prune.
Bright acidity and tannic firmness give the wine welcome structure. Anticipated maturity: 2014-2019.

Importer: Vintus; www.vintuswines.com


Enrico Santini

Enrico Santini has made a name for himself as one of the most dynamic and respected producers in the prestigious Bolgheri DOC.
A native of the area, he is a “garagiste” in the truest sense of the word. Enrico is meticulous in his vineyards, his wines come exclusively from his organic estate, and they radiate his profound passion.

As one of the only wine producers in Bolgheri who was born and raised in the area, he has a deep commitment to the region that developed out of his love for the land and the microclimate of this spectacular Tuscan coastal area.

 
Enrico Santini continues to turn out impressive wines in the full-bodied generous style that is typical of Bolgheri. Antonio Galloni (WA)

Owner: Enrico Santini
Winemaker: Enrico Santini, Attilio Pagli – Oenologist
Varietals planted: Sauvignon Blanc, Vermentino, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Sangiovese
Total acres: 15 hectares of property
Soil: Predominantly composed of sediment resulting from the Pleistocen period. The layers consist of Coarse sand for the first 50 – 60 cm, followed by Clay ( 80 – 100 cm ). Below is fossil material atabout 120 cm. Well drained, void of limestone. Slightly alkaline with a Ph between 6.90 and 7.50. Sparse salinity.
Winery production: 50.000 bottles

Azienda Agricola Enrico Santini
Castagneto Carducci – Livorno – Italy
Web: www.enricosantini.it

Enrico Santini intro doc



Tuscany region

  • Mèro – IGT Toscana Merlot
  • Montepergoli – DOC Bolgheri Rosso Superiore
  • Poggio al Moro – DOC Bolgheri Rosso
  • i Montali – IGT
  • Campo alla Casa – DOC Bolgheri Bianco

 

Wines labels & details

Montepergoli

DOC Bolgheri Rosso Superiore
 

Merlot 35%, Cabernet Sauvignon 40%, Syrah 20%, Sangiovese 5%
Winemaking: 20 – 28 days maceration
Maturation process:18 months in French oak barriques
Further ageing in the bottle: 1 year in bottle

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Poggio al Moro

DOC Bolgheri Rosso
 

Sangiovese 30%, Cab. Sauvignon 30%, Syrah 10%, Merlot 30%
Winemaking: 3-4 weeks maceration
Maturation process: 3 months in small French oak barriques
 
 
 

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i Montali

IGT
 

Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah , Sangiovese
Notes: Not produced every year. This wine is produced when the quality is not at the very top to produce Montepergoli.
 
 

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Campo alla Casa

DOC Bolgheri Bianco
 

Vermentino 60%, Sauv. Blanc 40%
Notes: Harmonious wine on the palate, with an optimal freshness and hint of minerals ; persistently aromatic
 

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Mèro

IGT Toscana Merlot
 

Merlot 100%
Winemaking: Long maceration (defined upon tasting from the vats). Refined for at least 18 months in French oak barriques (80% of second passage and 20% new). Long refinement in bottle before being released.
Notes: Limites production (around 1200 bottles).
 
 

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May 18, 2012
Video Interview with Enrico Santini
By Will Hargrove from www.candbscene.co.uk

from weinkenner.de
von Jens Priewe

Die ganze Welt redet von Sas­si­caia und Ornellaia – nie­mand von Enrico San­tino. Schade. Die­ser beseelte Win­zer aus Bolg­heri erzeugt Weine, die nur einen Bruch­teil der berühm­ten Weine kos­ten und trotz­dem zu den her­aus­ra­gen­den Gewäch­sen der tos­ka­ni­schen Küste gehö­ren. Jens Priewe hat ihn in sei­nem gara­gen­gro­ßen Kel­ler besucht.

Der Kel­ler, in dem der Wein gärt, ist kaum grö­ßer als eine Garage. Und die Fla­schen lagern im Erd­ge­schoß des Wohn­hau­ses von Enrico San­tini unter dem Schlaf­zim­mer. Eigent­lich nichts zum Vor­zei­gen, jeden­falls nicht für Besu­cher, die vor­her einen der Prunk­kel­ler der Costa Toscana besich­tigt haben.

Doch der Inhalt der Fla­schen setzt bei den Gäs­ten immer wie­der Glücks­hor­mone frei, selbst dann, wenn San­tini sei­nen Wein in den dunk­len Gewöl­ben aus­schenkt: „Wenn die Augen der Besu­cher glän­zen, brau­che ich kei­nen prunk­vol­len Kel­ler mehr“, gesteht der 45jährige Winzer.

Bes­ser als viele der gro­ßen Namen
San­tini ist ein groß gewach­se­ner Mann. Zwei Meter misst er und hat die Sta­tur eines römi­schen Gla­dia­tors. Als Win­zer gehört er jedoch zu den klei­nen. Nur neun Hektar bewirt­schaf­tet er, die ihm etwa 50.000 Fla­schen im Jahr lie­fern. Doch ihr Inhalt ist bes­ser als vie­les Andere, was aus der Tos­kana kommt und einen gro­ßen, bekann­ten Namen auf dem Eti­kett trägt. Dass sein Wein trotz­dem rela­tiv unbe­kannt ist, hat mit San­tini selbst zu tun: Er hat weder Lust noch Zeit, durch die Lande zu tin­geln und seine Weine anzu­prei­sen. Geld für teure PR-Kampagnen besitzt er nicht. Außer­dem ist er von Natur aus ein zurück­hal­ten­der Mensch.

Ange­sichts die­ser Aus­gangs­lage ist es erstaun­lich, dass San­ti­nis Weine in den USA hoch geschätzt und weit ver­brei­tet sind. „Ein voll­mun­di­ger Wein mit wei­chem Tan­nin und einer auf­re­gen­den Aro­men­mi­schung von dunk­len Bee­ren, Lakritz, Rauch“, hieß es in Robert Par­kers Wine Advo­cate über San­tini. Der Wine Spec­ta­tor, die Kon­kur­renz, jubelte: „Sim­ply gor­ge­ous“, was man mit „ein­fach umwer­fend“ über­set­zen könnte. Und im Kata­log der San­si­bar auf Sylt, die den Wein in Deutsch­land impor­tiert, steht: „San­ti­nis Weine gehö­ren zu den bes­ten des Anbau­ge­biets und rei­hen sich wür­dig in die Pha­lanx der berühm­ten Gewächse der Costa Toscana ein.“  Wow!

Der teu­erste „Strand“ Italiens
San­ti­nis Reben ste­hen an einem der teu­ers­ten „Strände“ Ita­li­ens, zwi­schen den Dör­fern Cas­ta­gneto Car­ducci und Bolg­heri direkt an der tos­ka­ni­schen Mit­tel­meer­küste. In der Ferne blinkt das azur­blaue Band des Mee­res, am Hori­zont liegt die Insel Elba im Dunst. Die Weine wer­den dort all­ge­mein aus Caber­net Sau­vi­gnon, Caber­net franc und Mer­lot erzeugt. Sie sind tief­dun­kel, opu­lent, tan­nin­reich und von gro­ßer Aro­men­tiefe. Sas­si­caia und der Ornellaia sind Pro­to­ty­pen für die Weine von Bolgheri.
Auch San­ti­nis Weine gehen in diese Rich­tung. Doch sie unter­schei­den sich. Statt Caber­net franc ent­hal­ten sie Syrah und San­giovese: 30 Pro­zent bei sei­nem ein­fa­chen Wein, fünf Pro­zent bei sei­nem Top-Wein. „San­giovese bringt Säure mit und sorgt dafür, dass der Wein etwas fruch­ti­ger und leicht zu trin­ken ist“, fin­det er.

Schon der ein­fa­che Wein hat über 91 Punkte
Der ein­fa­che Wein heißt Pog­gio al Moro. Er duf­tet nach Veil­chen, schwar­zen Johan­nis­bee­ren, Lakritze und Tabak, am Gau­men ist er fruch­tig und weich. Weine mit so viel Aus­druck gibt es nicht oft in Ita­lien, und wenn, dann kos­ten sie gleich so viel wie ein Bru­n­ello. Nicht so die­ser Wein. Sein Preis liegt deut­lich unter 20 Euro.

Und was heißt ein­fach? Par­kers Italien-Statthalter Anto­nio Gal­loni hat ihm 91 Punkte gege­ben. Zum Ver­gleich: der 2008 Pavil­lon Rouge, Zweit­wein von Châ­teau Mar­gaux, hat bei Par­ker nur 88 Punkte bekom­men und kos­tet um die 100 Euro. Natür­lich ist so ein Ver­gleich unstatt­haft, weil beide Weine aus ande­ren Anbau­ge­bie­ten kom­men. Aber wenn die Punkte für den Genuss­wert ste­hen, hat der Pog­gio al Moro die Nase vorn.

Mon­te­per­goli ist der Spitzenwein
Wem der ein­fa­che Pog­gio al Moro zu zahm ist, darf gern ein Regal höher grei­fen. Dort steht der Mon­te­per­goli, San­ti­nis Spit­zen­ge­wächs. Der 2006er, der sich jetzt im Han­del befin­det, ist ein dra­ma­ti­scher Wein, der unbe­dingt einen gro­ßen Bor­deau­xkelch braucht. Er macht zwar mäch­tig Druck am Gau­men, läuft aber wie Samt über die Zunge. Kurz: ein Wein von dis­zi­pli­nier­ter Fülle, kein klo­bi­ger Bauern-Cabernet.

Auch der Win­zer San­tini unter­schei­det sich von den ande­ren Win­zern Bolg­he­ris. Er ist kein Profi, son­dern ein beseel­ter Auto­di­dakt. Er hat sich vom Rega­lauf­fül­ler bis zum Ein­kaufs­lei­ter eines Super­mark­tes hoch­ge­ar­bei­tet. Irgend­wann hatte er das Leben mit Anzug und Kra­watte satt. Er kaufte sich Wein­berge und beschloss Win­zer zu wer­den. Das war 1998: „Ich wollte mit der Natur leben, die Jah­res­zei­ten spü­ren, einen Wein in die Fla­sche fül­len, von dem ich sagen konnte, es ist mein Wein“, bekennt er ganz offen. Und: „Wenn ich gut bin, ist auch der Wein gut, wenn ich schlecht bin, wird auch der Wein nichts taugen.“

2006 der größte Jahr­gang die­ses Jahrtausends
In 2006 war nicht nur er gut, auch die Natur meinte es gut mit dem Wein. Er ist der größte Jahr­gang des ers­ten Jahr­zehnts nach der Jahr­tau­send­wende, grö­ßer wahr­schein­lich noch als 2001. Den­noch kos­tet er kaum mehr als die­ser damals. San­tini ist auch bei der Preis­ge­stal­tung zurück­hal­tend. Einen Klein­wa­gen voll­zu­tan­ken, kos­tet jeden­falls mehr als eine Fla­sche Mon­te­per­goli. Für einen Sas­si­caia muss man das Drei­fa­che hinblättern.

Ob sich der Mon­te­per­goli zwan­zig Jahre oder län­ger hal­ten wird, ist schwer zu sagen. San­tini hat über­haupt erst 2000 ange­fan­gen seine Weine zu fül­len. Wahr­schein­lich macht es wenig Sinn, die­sen Wein so lange auf­zu­be­wah­ren. Das Tan­nin ist reif und weich, so dass er getrun­ken wer­den sollte, solange die Frucht frisch ist: in den nächs­ten fünf bis zehn Jah­ren. Außer­dem lie­gen mit 2007, 2008, 2009, 2010 und 2011 schon wie­der fünf sehr gute, teils sogar große Jahr­gänge in den Kel­lern von Bolg­heri. Die Gefahr, dass man in Zukunft nicht mehr auf glei­chem Niveau genie­ßen kann, besteht nicht.

Übri­gens muss der Kri­ti­ker Gal­loni einen schlech­ten Tag gehabt haben, als er den 2006 Mon­te­per­goli ver­kos­tete. Er gab ihm 88 Punkte – weni­ger als dem Pog­gio al Moro. Die Holz­no­ten stör­ten ihn. San­tini ist rat­los: „Der Wein ist genauso lange im Bar­ri­que gele­gen wie die Vor­gän­ger­jahr­gänge, und der Anteil des Neu­hol­zes ist abso­lut gleich geblieben.“

Eine neue Lek­tion für den Selfmade-Mann: Manch­mal ist der Win­zer gut und der Wein trotz­dem schlecht – jeden­falls auf dem Papier.